Keine epigenetischen Veränderungen bei Jugendlichen mit selbstverletzendem Verhalten

Erfahrungen in unserem Leben können zu chemischen – sogenannten epigenetischen – Veränderungen an unseren Genen führen. Die Gene werden in Folge häufiger oder seltener abgelesen. In früheren Studien zeigte sich, dass ein für die Stressreaktion wichtiges Gen, das Glucocorticoid-Rezeptor-Gen, bei Menschen mit belastenden Kindheitserlebnissen häufig epigenetische Veränderungen aufwies. In unserer Studie berichteten Jugendliche mit selbstverletzenden Verhalten zwar über mehr belastende Kindheitserlebnisse als gesunde Jugendliche. Es zeigten sich jedoch keine epigenetischen Veränderungen am Glucocorticoid-Rezeptor-Gen bei Jugendlichen mit selbstverletzendem Verhalten im Vergleich zu gesunden Jugendlichen.
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