Mobbing ist assoziiert mit Persönlichkeitspathologie
Da Beziehungen zu Gleichaltrigen im Jugendalter zunehmend an Bedeutung gewinnen, haben wir den Zusammenhang zwischen Mobbing-Erfahrungen während der letzten drei Monate und Beeinträchtigungen in den Persönlichkeitsfunktionen gemäß des Alternativen Modells für Persönlichkeitsstörungen im DSM-5 (AMPD) bei hilfesuchenden Jugendlichen (N = 493) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Patient*innen, die in den letzten drei Monaten häufig gemobbt wurden (d.h. mindestens einmal pro Woche), mit höherer Wahrscheinlichkeit den diagnostischen Schwellenwert für eine Persönlichkeitsstörung gemäss des AMPD erreichten und stärkere Beeinträchtigung in den Bereichen Identität, Empathie und Intimität aufwiesen als Patient*innen ohne Mobbing-Erfahrungen. Zum Nachlesen hier.