Schmerzsensitivität als Marker für selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

Die Schmerzsensitivität ist bei Personen, die sich selbst verletzen, reduziert, d.h. sie sind weniger schmerzempfindlich und weisen eine höhere Schmerzschwelle sowie Schmerztoleranz auf. In einer Studie mit hilfesuchenden Jugendlichen, die sich selbst verletzen, haben wir untersucht, wie sich die Schmerzsensitivität im Verlauf eines Jahres verändert und ob sie den Verlauf von selbstverletzendem Verhalten vorhersagen kann. Die Schmerzsensitivität wurde mithilfe einer Hitzeplatte ermittelt. Wir konnten beobachten, dass eine Abnahme der Schmerzschwelle mit einer Abnahme im selbstverletzenden Verhalten einherging. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Schmerzschwelle mit abnehmender Häufigkeit von selbstverletzendem Verhalten normalisieren kann. Zum Nachlesen hier.