Selbstwert, Kontrollüberzeugungen und Stressbewältigung: deren Einfluss auf die psychische Gesundheit und wie sie mit Risikosymptomen zusammenhängen

Selbstwert, die Überzeugung, das eigene Leben kontrollieren zu können („Kontrollüberzeugung“), und Strategien im Umgang mit Stress sind zentral für die psychische Gesundheit. In unserer Studie untersuchten wir den Zusammenhang dieser Faktoren und einiger spezifischer Symptome, die bei der Vorhersage schwerer psychischen Störungen (z.B. Psychosen) helfen, um ihren Einfluss auf die Qualität der psychischen Gesundheit zu verstehen. Dazu haben wir 523 Menschen aus der Allgemeinbevölkerung im Kanton Bern und 371 Personen im Abklärungsprozess im Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ) Bern interviewt. Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass ungünstige Kontrollüberzeugungen (d.h., die Erklärung negativer Ereignisse durch das eigene Verhalten, positiver Ereignisse durch andere Menschen oder den Zufall) mit nachteilhaften Stressbewältigungsstrategien (z.B. Grübeln) zusammenhängen, und dass beide Faktoren einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben. Dieses Wissen kann dazu beitragen, gezielte Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit zu entwickeln, insbesondere in der Allgemeinbevölkerung. Zum Nachlesen hier