Wie wirkt sich die Dauer bis zur Inanspruchnahme von professioneller Hilfe auf den Verlauf von Suizidgedanken, nicht-suizidalem selbstverletzenden Verhalten (NSSV) und Suizidversuchen bei Jugendlichen aus?

In einer Studie mit 285 jugendlichen Patient:innen (Durchschnittsalter 15 Jahre) wurde untersucht, ob ein längerer Zeitraum zwischen Symptombeginn von Suizidgedanken, NSSV bzw. Suizidversuchen und erstmaligem Aufsuchen von professioneller Hilfe den weiteren Symptomverlauf beeinflusst. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Häufigkeit von NSSV und von Suizidversuchen bei Jugendlichen mit ambulanter Behandlung nach einem Jahr signifikant verringerte – unabhängig davon, wie lange die Jugendlichen zuvor gewartet hatten, Hilfe zu suchen. Die Ergebnisse legen nahe, dass frühe Interventionen wichtig sind, aber auch bei einer verspäteten Behandlung eine signifikante Reduktion von NSSV und Suizidversuchen möglich ist. Zum Nachlesen.