Zusammenhang zwischen der Beziehungsqualität zu Eltern und Peers mit der Schwere der Erkrankung bei Jugendlichen mit Anorexie

Unsere Studie zeigt, dass Patient*innen mit Anorexie in stationärer Behandlung ihre Beziehungen zu ihren Eltern positiver einschätzen als Patient*innen mit anderen psychischen Störungen, insbesondere in Bezug auf die Beziehung zum Vater. Darüber hinaus berichten Patient*innen mit Anorexie von weniger Mobbingerfahrungen im Peer-Kontext. Gleichzeitig zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Beziehungsqualität und dem Schweregrad der Anorexie. Im Gegensatz zu früheren Studien, die bei Patient*innen mit Anorexie im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen vermehrt Beziehungsauffälligkeiten beschrieben haben, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Eltern- und Peerbeziehungen bei der Entstehung und Behandlung der Anorexie als potenzielle Ressource für die Therapie berücksichtigt werden können.

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