Therapieunterstützende Angebote

Wir behandeln und begleiten Menschen mit Depressionen und affektiven Störungen sowie akutpsychiatrischen Erkrankungen evidenzbasiert und personenzentriert.

Wenn Medikamente und Psychotherapie nicht ausreichen kann EKT helfen.

Hoffnung bei schweren Depressionen

Schwere Depressionen, bipolare Störungen oder psychotische Erkrankungen können das Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen stark belasten. Wenn herkömmliche Behandlungsmethoden nicht den gewünschten Erfolg bringen, bietet EKT eine nachweislich effektive und wirksame Behandlung.

Warum EKT und wie funktioniert die Therapie?

Die EKT ist eine wirksame Methode zur Behandlung therapieresistenter Depressionen. Mit Hilfe kontrollierter elektrischer Impulse werden gezielt biochemische Prozesse im Gehirn aktiviert, die depressive und wahnhafte Symptome deutlich lindern oder sogar beseitigen können. Moderne Verfahren machen die Behandlung heute besonders sicher, schonend und effektiv. Die Behandlung erfolgt unter Kurznarkose und ist daher für die Patientinnen und Patienten völlig schmerzfrei. Während einer Sitzung werden über Elektroden am Kopf für wenige Sekunden elektrische Impulse abgegeben, die eine kontrollierte Reaktion des Gehirns auslösen. Eine EKT Serie umfasst meist 6 bis 12 Sitzungen, die individuell angepasst werden.

Für wen ist die EKT geeignet?

EKT kann eingesetzt werden bei:

  • Schweren Depressionen, die auf Medikamente und Psychotherapie nicht ansprechen
  • Bipolaren Störungen mit schweren manischen oder depressiven Phasen
  • Psychotischen Erkrankungen, die mit Wahnvorstellungen oder Halluzinationen einhergehen
  • Katatonie, bei psychomotorischen und volitionalen Störungen
  • Eine neue Chance auf Lebensqualität

Viele Patientinnen und Patienten berichten nach der EKT von einer deutlichen Stimmungsaufhellung, mehr Lebensfreude und neuer Energie

Die Ergotherapie ist ein ganzheitlich ausgerichtetes, medizinisch-therapeutisches Behandlungsverfahren, das sich der Handlungskompetenz der Patientinnen und Patienten in allen Lebensbereichen widmet. Schwerpunkte sind die Erhaltung und Förderung eigener Ressourcen im emotionalen, sozialen, kognitiven und motorischen Bereich. Mittels handwerklich-kreativer oder alltags- und arbeitsorientierter Betätigungen findet eine Auseinandersetzung mit der eigenen Handlungsfähigkeit statt, Selbstwirksamkeit wird erlebbar.

Die Ergotherapie ist eine medizinisch-therapeutische Massnahme, die die Kinder und Jugendlichen in den Bereichen der Motorik, der Wahrnehmung und in praktischen Fertigkeiten zur Bewältigung des Alltags unterstützt. Angestrebt wird eine grösstmögliche Selbstständigkeit, um Partizipation im Alltag, in der Freizeit und der Schule zu verbessern. Entwicklungsverzögerungen im motorischen/kognitiven Bereich, eine Körperbehinderung, Auffälligkeiten im Alltag oder in der Schule, wie zum Beispiel Schuhe binden, Essen mit Besteck, Turnen, Schreiben, Zeichnen, Konzentration, Aufmerksamkeit, sind Indikationen für eine ergotherapeutische Abklärung. Schwierigkeiten in der Kraftdosierung bei alltäglichen Verrichtungen, Auffälligkeiten in der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen werden in der Ergotherapie ebenfalls abgeklärt. Aufgrund der Abklärungsresultate werden bei Bedarf mit den Kindern oder Jugendlichen und ihrem Umfeld Therapieziele und Förderschwerpunkte abgeleitet und festgelegt.

Die Ernährungsberatung ist ein therapeutisch-medizinisches Verfahren, das sich mit der Prävention und Behandlung von ernährungsbedingten Erkrankungen und Beschwerden befasst. Das Ziel der Ernährungsberatung ist es, mit einem gesunden und ausgewogenen Essverhalten und einer bedarfsgerechten Ernährung das körperliche und psychische Wohlbefinden zu steigern.

Die Gruppe Stimmenhören richtet sich an alle Patientinnen und Patienten, die Stimmen hören und Probleme damit haben.

Flyer

Die Erfahrungsfokussierte Beratung bei Stimmenhören rundet dieses Angebot ab.

Flyer

Wir bieten ein Gruppenangebot zu Selbstvertrauen in sozialen und stressigen Situationen an. Ziel der offenen Selbstsicherheitsgruppe ist, dass die Teilnehmenden in sozialen und stressvollen Situationen mehr Selbstvertrauen entwickeln und ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern.

Flyer

Zum Behandlungsalltag der Kinder und Jugendlichen gehört die klinikinterne Schule mit den Standorten in Ittigen, Biel (inkl. einer französischsprachigen Schulklasse), Spiez und Burgdorf.

In kleinen niveaudurchmischten Mehrjahrgangsklassen unterrichtet, unterstützt, fördert und begleitet die Klinikschule Kinder und Jugendliche während ihres (teil-)stationären Klinikaufenthaltes.

Der Unterricht ist einerseits individualisiert, andererseits bilden auch klassenübergreifende und gruppenbildende Aktivitäten einen Schwerpunkt. Das Angebot der Klinikschule ist vielfältig und flexibel auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abstimmbar. Die Klinikschule orientiert sich so weit wie möglich am Lehrplan des Kantons Bern.  Die Arbeit an überfachlichen Kompetenzen nimmt neben der fachspezifischen Förderung einen hohen Stellenwert ein. Die Klinikschule wird als integraler Bestandteil in der Gesamtbehandlung gesehen und übernimmt folgende zentralen Aufgaben: Neben dem, dass die schulische Anschlussfähigkeit der Patient*innen bzw. Schüler*innen gefördert wird, gehört die sorgfältige Reintegrationsplanung und -begleitung zu den Aufgaben der Klinikschule.^

Neben der Führung der psychologischen Mitarbeitenden der Universitätsklinik für Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie hat der Klinisch Psychologische Dienst (KPD) den Auftrag, das psychologische und psychotherapeutische Wissen und Können nach neustem Stand der universitär-wissenschaftlichen Forschung in der psychiatrisch-psycho-therapeutischen Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. 



Damit leistet der KPD einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung des biopsychosozialen Modells der Universitätsklinik für Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie. Die Orientierung an den Problemen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ist eine zentrale Leitlinie psychologischen Arbeitens. Die psychologische Perspektive ermöglicht dabei einen besonders persönlichen und präzisen Zugang und wird in der Diagnostik und Therapie konsequent umgesetzt. 

Klinische Psychologinnen und Psychologen werden in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt. Als Spezialistinnen für Psychotherapie und Diagnostik werden sie in die ärztlichen Behandlungen miteinbezogen oder übernehmen fallführend die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung von Patientinnen und Patienten. Psychologinnen und Psychologen bieten psychologische Spezialangebote wie hochspezifische psychotherapeutische Verfahren oder Gruppenpsychotherapien an. Neben der Kernaufgabe der klinischen Tätigkeit übernehmen sie Aufgaben in der Aus- Weiter- und Fortbildung und in der Forschung.

Klinische Tätigkeit

  • Differentialdiagnostik Psychopathologie
  • Leistungsdiagnostik
  • Neuropsychologische Diagnostik

Psychologische Psychotherapie (Einzel, Gruppe und Familie)

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten des Klinisch Psychologischen Dienstes (KPD) sind zuständig für die psychologische Psychotherapie. Mittels klinisch psychologischen Therapiemethoden wird bei Patienten eine Heilung bzw. Verringerung von psychischem und/oder somatischem Leiden bewirkt. Die Therapiemethoden unterscheiden sich in der Ausprägung systematischer und strukturierter Gesprächsführung (z.B. Problemklärung, Motivationsförderung, Ressourcen-Aktivierung), in den Therapieziel orientierten Übungen von Erlebens- und Verhaltensweisen (z.B. Fertigkeitstraining, Achtsamkeitsübung) und in der Analyse und Nutzung der therapeutischen Arbeitsbeziehung (z.B. Übertragungs- und Gegenübertragungsanalyse).

Spezialangebote

Durch den Klinisch Psychologischen Dienst werden im Rahmen der Sprechstunden psychotherapeutische Behandlungen angeboten. 

Die Psychotherapien werden nach neustem Stand der universitär-wissenschaftlichen Forschung in Psychiatrie und Psychotherapie durchgeführt. Eine psychotherapeutische Behandlung an der Poliklinik ist insbesondere auch dann sinnvoll, wenn aufgrund der Komplexität der Problematik oder zusätzlich bestehender somatischer Probleme eine enge Zusammenarbeit mit spezialisierten psychiatrischen und somatischen Ärzten notwendig ist.

Kontakt

Universitätsklinik für Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie

Prof. Dr. phil. Franz Moggi

Klinisch Psychologischer Dienst
Bolligenstrasse 111
3000 Bern 60

T 058 630 95 43
kpd@upz-bern.ch

Angebotsflyer KPD

Der klinische Sozialdienst unterstützt Patientinnen und Patienten in ihrem Genesungsprozess und trägt zu einer ganzheitlichen Behandlung bei. Es wird eng mit dem interdisziplinären Behandlungsteam zusammengearbeitet. Die Sozialarbeitenden bieten Beratung und Unterstützung in verschiedenen sozialen Belangen an. Sie fördern die Patienten*innen bei der Erschliessung von Ressourcen in ihrem sozialen Umfeld.

Sie beraten, informieren, klären und vermitteln in folgenden Themenbereichen: 

  • Wohnen: Unterstützung beim Erhalt der Wohnform und bei der Suche nach einer geeigneten Wohnform 
  • Finanzen: Beratung bei finanziellen Fragen wie Schulden, Finanzierung der Wohnform, Existenzsicherung, Anspruchsprüfung gegenüber Sozialversicherungen 
  • Arbeit/Tagesstruktur: Klärung der Arbeitssituation, Unterstützung beim Erhalt oder bei der Eingliederung in den Arbeitsprozess oder bei Integrationsmassnahmen mit der IV 
  • Recht: Beratung und Vermittlung an Fachstellen im Arbeitsrecht, Mietrecht, Kindes- und Erwachsenenschutz, Migrationsrecht und Betreibungsrecht 

Spezialangebot: Intensives Casemanagement ICM

Zielgruppe

Patientinnen und Patienten sämtlicher Stationen, Tageskliniken und ambulanten Behandlungsangebote der Erwachsenenpsychiatrie UPZ

Leitung

  • Rahel Bernet, Co-Leiterin
  • Simon Mühlethaler, Co-Leiter

Kontakt

Universitätsklinik für Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie
Sozialdienst
Bolligenstrasse 111
3000 Bern 60
T 058 630 97 13

Informationen

Der Konsil- und Liaisondienst der Universitätsklinik für Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapieunterstützt die Kliniken des Inselspitals bei psychiatrischen Fragestellungen im Rahmen somatischer Erkrankungen sowie bei der somatischen Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. 

Darüber hinaus bietet er fachliche Einschätzungen zu speziellen Themen wie Urteilsfähigkeit oder fürsorgerischen Unterbringungen und steht sowohl dem Pflegeteam als auch den Patientinnen und Patienten beratend zur Seite. Das Angebot umfasst psychiatrische Diagnostik und Beurteilung, Empfehlungen zur medikamentösen Behandlung, Mitbehandlungen sowie Vorschläge für eine weiterführende psychiatrische Versorgung. 

Zudem können Pflegeteams bei herausfordernden Patientensituationen jederzeit die Expertise unserer Konsilärztinnen und -ärzte in Anspruch nehmen. Dabei stehen die ganzheitliche Betrachtung der Patientinnen und Patienten, die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen sowie die Entwicklung individualisierter Behandlungsstrategien im Vordergrund. 

Zum Aufgabenbereich des Konsil- und Liaisondienstes gehört auch die Mitbetreuung der Bewachungsstation Inselspital (BEWA), einer schweizweit einzigartigen Institution des Justizvollzuges des Kantons Bern, die eine Schnittstelle zwischen Medizin und Justizvollzug darstellt. Dort werden Personen behandelt, die sich in Haft befinden und aufgrund einer somatischen oder psychischen Erkrankung beziehungsweise nach einem Unfall medizinische Betreuung benötigen. Eine Aufnahme erfolgt dann, wenn eine Behandlung in einem regulären Krankenhaus aus Sicherheitsaspekten nicht möglich ist oder eine Versorgung in einem Gefängnis bzw. einer Justizvollzugsanstalt medizinisch nicht gewährleistet werden kann.

Pflegeentwicklung

Die Abteilung Pflegeentwicklung ist für die strategisch-fachliche und wissenschaftliche Weiterentwicklung der Pflege innerhalb des UPZ zuständig.

Angebot

Die Mitarbeitenden der Pflegeentwicklung unterstützen einerseits die Pflegefachpersonen auf den Stationen bei fachlichen Fragen und helfen bei der Entwicklung und Implementierung von Standards und Konzepten. Zudem haben alle Mitarbeitende eine erweiterte fachliche Spezialisierung und unterstützen damit die direkte Patientenversorgung. Die Angebote umfassen sowohl Beratungen im Einzel- als auch im Gruppensetting. 

Zurzeit besitzt das Team der Pflegeentwicklung folgende Schwerpunkte, mit denen sie Patientinnen und Patienten unterstützen können:

  • Angstmanagement 
  • Abhängigkeit
  • Prävention
  • Aggression und Deeskalation
  • Stimmenhören 
  • Herausfordernde Situationen und unsichere Anschlussmöglichkeiten (nach der Hospitalisierung)
  • Übergangsbegleitung und ambulante Nachsorge
  • DBT
  • Somatische Versorgung in der Psychiatrie
  • Ernährung und Bewegung

Team

Erfahrene Pflegefachpersonen mit einem Master of Advanced Studies (MAS = Pflegeexpertin und Pflegeexperte) oder einem Master of Science in Nursing (MScN = Pflegeexpertin und Pflegeexperte APN) zusammen. 

Leitung

Katja Rother, MScN

In der Körpertherapie lernen die Kinder und Jugendlichen, sich über den Körper besser wahrzunehmen, um mehr in Kontakt mit sich selber zu kommen und den Zusammenhang zwischen dem Körper und den Gefühlen zu erkennen. Eine verzerrte Körperwahrnehmung, Ablehnung des eigenen Körpers, fehlendes Selbstvertrauen, auffällige Bewegungsmuster, oberflächliches Atmen, Schlafstörungen, Angststörungen und Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe und Distanz sind Indikationen für eine Körpertherapie. Durch Atem- und Körperwahrnehmungsübungen, Entspannungstechniken, Massage, Körperarbeit, Haltungsübungen und dem improvisierten Tanz wird das Körperbewusstsein gestärkt und an der Verbindung zum inneren Erleben gearbeitet. So kann ein angemessener Umgang mit Anspannungen und belastenden Gefühlen geübt und das Selbstwertgefühl gestärkt werden. 

Die Körpertherapie ist ein ressourcen- und prozessorientiertes Verfahren, das Elemente von Bewegung, Spiel, Tanz, Atmung und Körperausdruck einsetzt, um auf der Basis einer vertieften Wahrnehmung von Emotionen, Erfahrungen und Verhaltensmustern personale und soziale Bewältigungsstrategien (Coping) entwickeln zu können. Die Patientinnen und Patienten werden unterstützt, ihr Handlungs- und Verhaltensrepertoire in Bezug auf Konflikte, Stress, Anspannung oder Abgrenzung zu erweitern und so ihr Wohlbefinden «aus eigener Kraft» zu stärken.

Gefühlszustände sind nicht immer einfach zu benennen. Über Kunst, Musik oder Bewegung schaffen Sie einen neuen Zugang. Mit Hilfe von kreativen Gestaltungsmitteln erforschen Sie Ihre Gedanken und Gefühle, drücken diese aus und suchen nach neuen Möglichkeiten der Bewältigung.

Die Musiktherapie ist eine kunsttherapeutische Methode, die überwiegend ressourcen- und erfahrungsorientiert arbeitet. Durch den Einbezug von Elementen wie Melodie, Klang, Rhythmus und Stille werden therapeutische Themen und Prozesse bearbeitet und reflektiert. Einerseits werden Selbstwahrnehmungskompetenzen, Selbstwirksamkeit und Ausdrucksfähigkeit gefördert, andererseits werden Bewältigungsstrategien, etwa in Bezug auf Emotionen, Anspannung oder Interaktion, gestärkt.

Die Kunsttherapie ist ein ressourcen- und prozessorientiertes Verfahren, welches künstlerische Ausdrucksformen und kreatives Gestalten therapeutisch nutzt, um Emotionen, Gedanken, Verhalten und Erfahrungen zu reflektieren und zu bearbeiten. Die Kunsttherapie kann dazu beitragen, Selbstwert, Selbstausdruck, Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit sowie Problemlösungskompetenzen zu stärken und befähigt so, auf innere und äussere Umstände Einfluss zu nehmen.

Die Logopädie befasst sich mit Störungen der Sprachentwicklung, des Sprechens und der Stimme sowie mit Störungen der Schriftsprache. Die Logopädie umfasst Diagnostik, Therapie, Beratung und Prävention und hat zum Ziel, die sprachliche Kommunikationsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Eine auffällige und/oder verzögerte Sprachentwicklung, ein nicht altersentsprechender Wortschatz, eine auffällige Artikulation, Verständnisschwierigkeiten, Unsicherheiten im Zusammenhang mit Mehrsprachigkeit und Schwierigkeiten in der Schriftsprache sind Indikationen für eine logopädische Abklärung. Das logopädische Abklären aller relevanten Teilbereiche der Sprache steht am Anfang einer allfälligen Intervention. Eine Abklärung umfasst immer auch das direkte Einholen von Informationen zur frühen Sprachentwicklung sowie den Austausch mit Fachpersonen aus Medizin/Psychologie und Pädagogik. Daraus werden Therapieziele und Schwerpunkte abgeleitet. Evidenzbasierte Therapiemethoden werden individuell angepasst.

Musiktherapie als nonverbales, psychotherapeutisch verstandenes Verfahren unterstützt Kinder und Jugendliche in der Bewältigung ihrer psychischen Schwierigkeiten. Musiktherapie ermöglicht es, jenseits des gesprochenen Wortes Entwicklung und Identität zu fördern, Handlungs- und Kommunikationsspielräume zu erweitern, das Selbstbild zu verbessern und kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu integrieren. Ausgangspunkt der aktiven Musiktherapie bildet die Improvisation, das musikalische Probehandeln auf Instrumenten. Es werden hier, im Unterschied zur Musikpädagogik, keine Noten eingeübt. Es gibt kein Richtig oder Falsch, kein Schön oder Hässlich im objektiven Sinn. Der spielerische Umgang mit den musikalischen Elementen und die Symbolik dieses individuellen Ausdrucks stehen im Zentrum. In der rezeptiven Musiktherapie steht das Hören von ausgesuchter Musik oder die von der Therapeutin oder dem Therapeuten gespielte Musik im Fokus. Das Hören von Musik dient dem Erleben von Achtsamkeit und Entspannung. Gegebenenfalls werden die beim Hören wachgerufenen Emotionen im Gespräch weiterverarbeitet

In der pferdegestützten Pädagogik steht die Beeinflussung des Befindens, des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Das Pferd ist unvoreingenommen, authentisch, feinfühlig, konstant und nicht wertend. Durch diese Eigenschaften erhalten Kinder und Jugendliche klare Rückmeldungen und können sich angenommen fühlen. Indikationen für pferdegestützte Pädagogik sind Selbstwertproblematik, auffälliges Beziehungsverhalten, eine tiefe Frustrationstoleranz und/oder ein belastetes Familiensystem. Kinder und Jugendliche können Selbstwirksamkeit erfahren, sich mit Ängsten auseinandersetzen, das Körpergefühl fördern, Empathie erlernen, Verantwortung übernehmen und sich über Nähe und Distanz bewusst werden. Dies geschieht bei der Pferde- und Stallpflege, beim Führen des Pferdes, beim Ausreiten, beim Turnen auf dem Pferd und bei der Beobachtung des Pferdes und seinem Verhalten in der Herde.

Die Physiotherapie als therapeutisch-medizinisches Verfahren behandelt körperliche Folge- und Begleiterkrankungen des Bewegungsapparates, der Atemwege, des Herz-Kreislauf- und Nervensystems sowie unspezifische körperliche Befindlichkeitsstörungen. Dazu werden u.a. manuelle, physikalische und trainingstherapeutische Methoden angewendet. Des Weiteren trägt die Physiotherapie dazu bei, die Gesundheitsressourcen zu stärken und so das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten mittels Bewegung, Training, Sport und Spiel positiv zu beeinflussen.

Das UPZ setzt sich aktiv für Betroffenenpartizipation und eine recovery-orientierte psychiatrische Versorgung ein – unter anderem durch den Einsatz von Peer-Mitarbeitenden in stationären, teilstationären und ambulanten Behandlungsteams. Recovery bezeichnet den individuellen Genesungsprozess hin zu einem sinnerfüllten und selbstbestimmten Leben. Im Zentrum stehen die Überwindung von Einschränkungen sowie die Kernelemente Hoffnung, Peer-Involvement, Selbstbestimmung und Wahlfreiheit.

Behandlungsangebot

Die Peer-Mitarbeitenden haben eigene spezifische Erfahrungen zum Thema psychische Gesundheit und bringen ihre Erfahrungsperspektive aktiv ein. Sie haben die qualifizierte Weiterbildung «Experienced Involvement» absolviert und sind nach EX-IN Schweiz zertifiziert.

Zielgruppe

Patientinnen und Patienten, die sich eine Beratung von Menschen mit eigenem Erfahrungsschatz wünschen Patientinnen und Patienten, die sich selbst für eine Weiterbildung bei EX-IN interessieren.

Behandlungsteam

Die Peer-Mitarbeitenden haben eigene spezifische Erfahrungen zum Thema psychische Gesundheit und bringen ihre Erfahrungsperspektive aktiv ein. Sie haben die qualifizierte Weiterbildung «Experienced Involvement» absolviert und sind nach EX-IN Schweiz zertifiziert.

Unterlagen

Ein Handbuch zur Planung deines eigenen Recovery. Der Leitfaden besteht aus drei Teilen:

  • Das Leben wieder in den Griff bekommen
  • Persönlicher Recovery-Plan
  • Vorausverfügung

 

Kontakt

Fachliche Fragen zu Recovery und Peer-Involvement an:

Katja Rother 
MScN
Fachleitung Recovery und Peer-Involvement
Bolligenstrasse 111
3000 Bern 60
katja.rother@upz-bern.ch

Infothek

Die Infothek ist täglich geöffnet von 08.00 - 17.00 Uhr.
Es besteht die Möglichkeit für eine persönliche Beratung.

Neue Klinik
Bolligenstrasse 111
3000 Bern 60
infothek@upz-bern.ch

Peer-Weiterbildung

Allgemeine Fragen zu EX-IN Schweiz an

Sandra Gelormini
Sachbearbeiterin Bildung
Bolligenstrasse 111
3000 Bern 60
sandra-gelormini@upz-bern.ch

Im persönlichen Gespräch unterstützen wir Sie zu Lebens- oder Glaubensfragen. Die Gespräche stehen allen offen – unabhängig von Konfession, Religion oder Weltanschauung. Daneben organisieren wir regelmässige Gottesdienste und bieten mit dem Raum der Stille allen Patientinnen und Patienten einen Rückzugsort.

Gottesdienste

Jeden Sonntag um 9.30 Uhr findet in der Kapelle auf dem  UPZ-Areal in Münsingen ein Gottesdienst statt. Wir feiern überkonfessionell. Unabhängig von Ihrer Glaubensrichtung und Religionsgemeinschaft sind Sie herzlich eingeladen.

Raum der Stille

Auf der Stirnseite der Kapelle finden Sie den Raum der Stille. Tagsüber steht Ihnen der Rückzugsort frei zur Verfügung – hier können Sie zur Ruhe kommen, meditieren oder beten. In einer Sandschale stehen Kerzen bereit, die Sie anzünden können.

Kontakt

Esther Schweizer
Pfarrerin

Tel. 031 720 80 90
esther.schweizer@upz-bern.ch

Psychische Erkrankungen können soziale Probleme nach sich ziehen. Dazu gehören etwa Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen oder eine unsichere Wohnsituation. Der Sozialdienst am PZM unterstützt Sie bei diesen Herausforderungen, sodass der Wiedereinstieg ins Alltagsleben gelingt.

  • Soziales Umfeld: Wir suchen gemeinsam mit Ihnen, Ihren Angehörigen, Bezugspersonen, Arbeitgebenden oder Behörden nach Lösungen und unterstützen Sie darin, Ihr soziales Umfeld zu erhalten.
  • Finanzen: Wir klären finanzielle Fragen und unterstützen bei der Geltendmachung von Leistungsansprüchen.
  • Wohnen: Wir unterstützen Sie dabei, Ihre aktuelle Wohnsituation zu regeln, oder helfen bei der Suche nach einer neuen Wohnform.
  • Arbeit: Wir besprechen Ihre Arbeitssituation, helfen Ihnen, das Arbeitsverhältnis zu erhalten, und unterstützen bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber.
  • Freizeit: Die Freizeitgestaltung hat grossen Einfluss auf die psychische Gesundheit. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre persönlichen Bedürfnisse zu erkennen und passende Freizeitaktivitäten zu finden.
  • Rechtliches: Wir holen für Sie rechtliche Auskünfte ein und vermitteln spezialisierte Beratungsstellen, Anwältinnen oder Anwälte.

Flyer Sozialberatung

Der Therapeutische Dienst unterstützt die Patientinnen und Patienten mit gezielten ressourcen- und bedarfsorientierten gruppen- und einzeltherapeutischen Behandlungen in der Erhaltung und Förderung ihrer Selbständigkeit, Lebensqualität und Gesundung.

Kontakt Murtenstrasse und Gemeindepsychiatrisches Zentrum

Karin Bütikofer
Murtenstrasse 21 und GPZ
3008 Bern

T 058 630 70 97
karin.buetikofer@upz-bern.ch

Kontakt Bolligenstrasse

Tobias Dittrich
Bolligenstrasse 111
3000 Bern 60

T 058 630 66 37
tobias.dittrich@upz-bern.ch

 

Die tiergestützte Therapie ist eine therapeutische Intervention, bei der die Interaktion mit Tieren und deren Pflege und Versorgung genutzt werden, um positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der Patientinnen und Patienten auszulösen. Dabei besteht die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Gefühlen, Bedürfnissen, Wahrnehmungen und Grenzen. Kompetenzen und Fähigkeiten der verbalen und non-verbalen Kommunikation und Interaktion werden gefördert.

Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Massnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen. Zusätzlich werden auch verschiedene Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie eingesetzt. Durch die Beziehung zu den Tieren und durch die Pflege, Betreuung und körperliche Aktivität besteht die Möglichkeit zu Auseinandersetzung mit Gefühlen, Wahrnehmungen und Grenzen. Anhand dieser Beziehung ist es möglich, Einsicht in eigene Bedürfnisse, Wünsche und Haltungen zu gewinnen. Dies geschieht durch die Begegnung mit den Tieren (streicheln, beobachten, lauschen, riechen, kommunizieren, füttern, pflegen, ihnen etwas beibringen).