An fMRI-investigation of the neurophysiology of alcohol-specific inhibition in AUD (INTRA-fMRI)

Die Alkoholkonsumstörung (AUD) ist durch eine erhöhte Reaktivität auf alkoholbezogene Reize sowie durch unzureichende Kontrollprozesse gekennzeichnet. Die Fähigkeit, Reaktionen auf alkoholbezogene Reize zu hemmen – die sogenannte alkoholspezifische Inhibition –, ist daher von besonderer Bedeutung. Trainings zur Stärkung dieser Fähigkeit könnten den Behandlungserfolg verbessern.

Die vorliegende Studie untersuchte, ob neurophysiologische Korrelate der alkoholspezifischen Inhibition (I) mit dem Verlangen nach Alkohol (Craving) zusammenhängen, (II) den weiteren Alkoholkonsum bei AUD vorhersagen und (III) durch ein Training der alkoholspezifischen Inhibition beeinflusst werden können.

Insgesamt nahmen 45 kürzlich abstinente Patientinnen und Patienten mit AUD sowie 25 Kontrollpersonen an der Studie teil. Alle Teilnehmenden absolvierten eine funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) während einer Go-NoGo-Aufgabe mit alkoholbezogenen und neutralen Reizen.

Die Patientinnen und Patienten mit AUD nahmen zudem an einer doppelblinden, randomisierten kontrollierten Studie (RCT) teil. Dabei wurden sie entweder einem Training der alkoholspezifischen Inhibition oder einer aktiven Kontrollbedingung mit einem Training der unspezifischen Inhibition zugewiesen. Nach dem Training erfolgte eine zweite fMRT-Messung, bei der die Go-NoGo-Aufgabe wiederholt wurde.

Um den weiteren Alkoholkonsum zu erfassen, wurde drei Monate nach der Entlassung aus der stationären Behandlung der Anteil der Tage ohne Alkoholkonsum (Abstinenzrate) erhoben.

Verantwortliche Personen
Leitung: Maria Stein
Team: Matthias Grieder, Leila Soravia, Tobias Bracht