Brain connectivity between networks implied in inhibition and cue-reactivity in alcohol use disorder (NIQA)

Forschungsergebnisse bei Patientinnen und Patienten mit einer Alkoholgebrauchsstörung zeigen, dass sich aufgabenbezogene Gehirnaktivierungsmuster sowie die Konnektivität im Ruhezustand – gemessen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie – in Abhängigkeit von klinischen Parametern verändern. Dazu gehören etwa das Ausmass des Suchtdrucks (Craving) und die Dauer der Abstinenz während der Behandlung. Diese Veränderungen der Gehirnaktivierung stehen mit dem Behandlungserfolg in Zusammenhang.

Ein Ungleichgewicht zwischen einer erhöhten Reaktivität auf suchtrelevante Reize (Cue-Reaktivität) und beeinträchtigten inhibitorischen Kontrollprozessen steht im Zentrum vieler neuropsychologischer Konzepte der Alkoholgebrauchsstörung. Die direkte Interaktion zwischen diesen beiden Prozessen wurde bislang jedoch noch nicht untersucht.

Daher wollen die Forschenden Patientinnen und Patienten mit einer Alkoholgebrauchsstörung mittels eines Ultra-Hochfeld-7-Tesla-Magnetresonanztomographen untersuchen, um detaillierte Aktivierungs- und Konnektivitätsmuster zu identifizieren. Ziel ist es, das Verständnis des Zusammenspiels der Gehirnnetzwerke für Inhibition und Cue-Reaktivität zu vertiefen und dessen Einfluss auf das Craving und den Behandlungserfolg zu untersuchen.

Die Forschenden gehen von der Hypothese aus, dass ein stärker ausgeprägter negativer Zusammenhang zwischen erhöhter Cue-Reaktivität und reduzierten inhibitorischen Kontrollprozessen im Gehirn mit einem stärkeren Craving und einer höheren Rückfallwahrscheinlichkeit einhergeht.

Verantwortliche Personen
Leitung: Matthias Grieder
Team: Marcel Meyer, Maria Stein, Leila Soravia, Cátia R. da Costa