Cortical connectivity of psychosis (Cocopsy)
Denken, Wahrnehmen und Erinnern entstehen nicht in einer einzelnen Hirnregion, sondern im Zusammenspiel vieler Regionen. Es gibt Hinweise darauf, dass genau dieses Zusammenspiel bei einer Psychose gestört ist – möglicherweise bereits, bevor erste deutliche Symptome auftreten.
Cocopsy geht dieser Frage nach. Mit kurzen magnetischen Impulsen von aussen regen wir eine Hirnregion an und zeichnen gleichzeitig die Hirnströme auf. So lässt sich verfolgen, wie sich das Signal im Gehirn ausbreitet – ein Mass dafür, wie gut verschiedene Hirnregionen miteinander kommunizieren. Beide Verfahren sind schmerzfrei und kommen ohne Eingriff aus.
Wir vergleichen gesunde Personen, Menschen mit einem erhöhten Risiko für eine Psychose sowie Patientinnen und Patienten mit einer bereits bestehenden Psychose. Zusätzlich untersuchen wir, ob die Hirnmessungen mit den Ergebnissen kognitiver Tests zusammenhängen. Einen Teil der Teilnehmenden begleiten wir über zwei weitere Jahre, um zu untersuchen, wie sich Beschwerden und Hirnfunktionen im Laufe der Zeit entwickeln.
Ziel ist es, die Mechanismen besser zu verstehen, die zur Entstehung einer Psychose beitragen – und damit die Früherkennung und frühzeitige Behandlung zu verbessern.
Verantwortliche Personen
Leitung: Yosuke Morishima
Team: Jochen Kindler, Chantal Michel, Michael Kaess, Nadja Zimmermann, Lukas Arndt Klaassen, Kosuke Hagiwara, Kim Jione