Erfahrungen mit der Verbreitung und Digitalisierung der DBT
Im Rahmen eines vom Dachverband DBT lancierten Projekts, werden aktuelle Entwicklungen rund um die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) untersucht. Die Forschungsabteilung der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des UPZ Bern leitet dieses Projekt zusammen mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Würzburg und unterstützt damit das Projektziel, mehr über die Chancen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten der DBT herauszufinden.
Hintergrund
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) zählt zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Psychotherapieverfahren für Menschen u.a. mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und Posttraumatischen Belastungsstörungen. Trotz der nachgewiesenen Wirksamkeit bestehen weiterhin Herausforderungen hinsichtlich der Verbreitung und Verfügbarkeit der DBT in der klinischen Versorgung.
Forschungsprojekt
Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wird untersucht, wie sich die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) in der psychotherapeutischen Versorgung etabliert hat und welche Faktoren ihre Verbreitung sowie Umsetzung im klinischen Alltag fördern oder erschweren.
Um die Defizite in der Versorgung mit DBT-Therapieangeboten zu überwinden, erfolgt in einem ersten Schritt eine systematische Analyse der bestehenden Barrieren, um darauf aufbauend gezielt Lösungsstrategien zu entwickeln.
Zudem wird untersucht wie Möglichkeiten der Digitalisierung aktuell im Behandlungsalltag der DBT genutzt werden und wie die DBT von digitalen Angeboten zukünftig profitieren könnte.
Wie können Sie diese Projekte unterstützen?
Um verschiedene Perspektiven auf die DBT miteinzubeziehen, führen wir leitfadengestützte Interviews durch, welche sich auf aktuelle Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der DBT beziehen. Sie können teilnehmen, wenn Sie mindestens 14 Jahre alt sind und Erfahrungen mit der Therapie oder Anwendung der DBT haben. Konkret suchen wir Fachpersonen (Therapeut*innen, Pflegekräfte aus dem Gesundheitswesen, Ärzt*innen etc.) sowie Patient*innen (mit abgeschlossener oder in aktueller in DBT).
Wie läuft die Teilnahme ab?
Die leitfadengestützten Interviews werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 in einem digitalen Anrufformat (ohne Videoaufzeichnung) durchgeführt. Die Interviews dauern ca. 90 Minuten und werden mit 50 CHF/ Euro entschädigt.
Die Teilnahme ist freiwillig. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und ausschließlich anonymisiert für wissenschaftliche Zwecke ausgewertet.
Warum teilnehmen?
Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung und besseren Erreichbarkeit von psychotherapeutischer Versorgung mit DBT. Ihre Erfahrungen helfen dabei, die Verfügbarkeit der DBT besser zu verstehen und zu fördern, bestehende Herausforderungen zu identifizieren und zukünftige digitale Entwicklungen praxisnah mitzugestalten.
Interesse an einer Teilnahme?
Falls Sie Interesse haben oder weitere Informationen wünschen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail. Wir werden Sie zeitnah für ein erstes kurzes Screening-Interview kontaktiert und mit Ihnen die Interviewtermine vereinbaren.
Projektverantwortliche Personen:
KJP Bern: Prof. Dr. med. Michael Kaess, PD Dr. phil. Corinna Reichl, PD Dr. phil. Andrea Wyssen
KJP Würzburg: Dr. Arne Bürger, MSc Anna-Lena Weber
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