Is the bed nucleus of the stria terminalis a key player in paranoia and anxiety? (BaNgST)
Bedrohungssituationen sind normalerweise unangenehmer, wenn sie nicht vorhersehbar sind. Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen wie Schizophrenie nehmen über längere Zeit unvorhersehbare Bedrohungen wahr, die zu anhaltender Angst führen können. Empirische Daten haben gezeigt, dass ein hohes Mass an anhaltender Angst bei Schizophrenie mit schlechteren Behandlungsergebnissen einhergeht.
Im Gegensatz zur unspezifischen Angst bei Psychosen ist die phobische Angst von besonderem Interesse. Sie ist durch ein kurz anhaltendes, rasch abklingendes Angstgefühl gekennzeichnet, das typischerweise durch einen bestimmten Reiz, beispielsweise eine Spinne, ausgelöst wird.
Aufgrund technischer und methodischer Limitationen ist bislang noch wenig darüber bekannt, wie das Angstsystem bei verschiedenen Angsterkrankungen und Psychosen im menschlichen Gehirn funktioniert. Daher wollen wir Patientinnen und Patienten mit unspezifischer oder phobischer Angst im neuesten 7-Tesla-Kernspintomographen untersuchen.
Unser Ziel ist es, das Wissen über Veränderungen im Gehirn, die mit Angst in Zusammenhang stehen, zu erweitern und damit die Entwicklung personalisierter, neurobiologisch basierter Behandlungsansätze für Paranoia und Phobien zu fördern.
Verantwortliche Personen
Leitung: Matthias Grieder
Team: Elisabeth Jehli, Andrea Federspiel, Kristina Adorjan, Werner Strik, Ivo Meyer, Korina Winter