The effect of transcranial direct current stimulation on sleep dependent memory consolidation – abgeschlossen

Es wurde nachgewiesen, dass der Slow-Wave-Schlaf (SWS) die Langzeitkonsolidierung episodischer Gedächtnisinhalte in hippokampal-neokortikalen Netzwerken fördert. Frühere Forschungsarbeiten zielten darauf ab, langsame kortikale Schlafwellen und Schlafspindeln zu modulieren, um die Konsolidierung episodischer Gedächtnisinhalte zu unterstützen.

In der vorliegenden Studie untersuchten wir hingegen bei 18 gesunden Probandinnen und Probanden, wie sich die hippokampale Aktivität während des Slow-Wave-Schlafs mittels transkranieller Gleichstromstimulation modulieren lässt. Zur Untersuchung der schlafabhängigen Gedächtniskonsolidierung wurde eine Aufgabe zum episodischen Gedächtnis (Paar-Assoziations-Lernen) mit Stimuli aus den Kategorien «Gesicht» und «Beruf» eingesetzt.

Als Mass für die Gedächtnisleistung wurde der Abruf der Informationen vor und nach einem Mittagsschlaf (Nap) erfasst. Es erfolgte eine bilaterale anodale Stimulation mit 2 mA über dem lateralen Temporalkortex, da dieser besonders ausgeprägte Verbindungen zum Hippokampus aufweist.

Während der Messungen schliefen die Probandinnen und Probanden in einem Magnetresonanz(MR)-Simulator, um die Durchführbarkeit einer zukünftigen MR-Studie zu prüfen. Die Studie wurde in einem placebokontrollierten, doppelblinden, randomisierten Crossover-Design mit Messwiederholung (Within-Subject-Design) durchgeführt.

Verantwortliche Personen
Leitung: Matthias Grieder
Team: Thomas Dierks, Kristoffer Fehér, Stephanie Homan, Sarah M. Müller, Stefanie V. Müller, Yosuke Morishima, Thomas König